Gedanken

27. September 2024

Vortrag »Revolutionizing the Printing Industry with the help of PHP«

Am 26. September 2024 hatte ich die Gelegenheit, die PHP-Usergroup in Frankfurt am Main (kurz PHPUGFFM) zu besuchen und dort einen Vortrag zu halten. Unter dem Titel »Revolutionizing the Printing Industry with the help of PHP« ging es dann darum, wie wir mit WirbelWild eigene Software entwickelt haben, um die Druck­produkte erstellen zu können, die wir haben wollten. Mehr durch Zufall haben wir uns dabei damals für PHP entschieden und dann fest­gestellt, dass sich die Sprache hervor­ragend für unsere Anwendungs­möglichkeiten eignet. Mit einer starken Community, einer unglaublichen Menge an verfügbaren und gut gepflegten Bibliotheken und dem nötigen Grad an Professionalisierung bietet PHP alles, was man für eine effiziente und langlebige Produkt­entwicklung benötigt.

Ich habe thematisiert, dass Open Source nicht nur für andere, sondern auch für uns selbst nützlich ist und dass wir deshalb inzwischen über 60 Bibliotheken zur Verfügung stellen und weiter­entwickeln (siehe zum Beispiel Packagist und NPM).

Es war eine lockere und konstruktive Atmosphäre, die Spaß gemacht hat.

Das PDF zum Vortrag gibt es hier zum Download (5 MB) und hier zum Anschauen:

Tobias Köngeter mit dem Vortrag »Revolutionizing the Printing Industry with the help of PHP«

Weitere Informationen zur User Group in Frankfurt gibt es auf www.phpugffm.de.

12. August 2024

Gespräch mit Nick Gawreluk von WhatTheyTh!nk

Während der drupa im Mai und Juni 2024 habe ich mich mit Nick Gawreluk von WhatTheyTh!nk über meinen beruflichen Werdegang unterhalten. Zentrale Gesprächs­themen waren dabei meine Motivation, eine eigene Firma zu gründen und der lange Weg mit all seinen positiven und negativen Erfahrungen, der dazu geführt hat. Ebenfalls ging es um die Fragen, warum wir von gedruckter Kommunikation überzeugt sind und wie wir Print mithilfe der Digitalisierung zum effizientesten und nach­haltigsten Kommunikations­kanal transformieren wollen.

Das Gespräch (in Englisch) gibt es hier zu sehen:

Tobias Köngeter beim Gespräch mit Nick Gawreluk von WhatTheyTh!nk

whattheythink.com/video/120463-wirbelwilds-tobias-kngeter-acquiring-effective-tools-print-production

14. Mai 2024

»PreDrupa LIVE« – Gespräch mit Morten Reitoft von Inkish

Wenige Tage vor der drupa, der größten und wichtigsten Messe der Druck­industrie, habe ich mich mit Morten Reitoft von Inkish über unser Unternehmen und unsere Software gesprochen. Wir haben darüber gesprochen, dass meine Frau Deborah Köngeter und ich WirbelWild gründeten, weil wir viele Ideen für hoch­individuelle Druck­erzeugnisse hatten, aber es keine Software für deren Erstellung gab. Wir haben dann beschlossen, die Software dafür selbst zu erschaffen.

Aus dem kreativen Bereich kommend, fanden wir einige wieder­kehrenden Aufgaben in der Druck­vorstufe, wie das Setzen von Kalendern, langweilig und wenig sinn­stiftend. Auch deshalb haben wir uns mit Layout-Auto­matisierungen beschäftigt und über die Jahre eine Vielzahl an Software-Komponenten entwickelt, die komplexe Druck­produkte ermöglichen oder deren Entstehung vereinfachen, was bestehende Programme wie Adobe InDesign oder QuarkXPress nicht bewältigen können.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs habe ich dann ManyPrint Solutions präsentiert, unsere Cloud-basierte Layout-Automatisierungs­software, die Daten dynamisch und ohne Vorlagen (Templates) verarbeitet. Sie kann Daten aus verschiedenen Quellen importieren, Layout-Regeln adaptieren und in Formate wie Druck-PDFs, Adobe InDesign-Dokumente (IDML), HTML, Videos und Audio ausgeben.

Um diese bisher nicht dagewesenen Möglichkeiten zu demonstrieren, habe ich unser sogenanntes Lauf­tagebuch vorgestellt, das eine individualisierte Broschüre mit automatisiert generierten Laufstrecken­empfehlungen und individualisierten Videos darstellt.

Wir haben die drupa thematisiert, auf der wir uns als Aussteller einen Stand mit Konica Minolta teilten. Besucher:innen konnten dort unserer Produkte kennenlernen und deren Integration mit den Druck­maschinen bzw. der Software von Konica Minolta sehen.

Das Gespräch (in Englisch) gibt es hier zu sehen:

Die Gesprächs­zusammenfassung (ebenfalls in Englisch) gibt es auf inkish.tv/inkish-video/kongeter.

5. Dezember 2023

»Wie klingt, was du glaubst?« – Interreligiöses Konzert in Stuttgart

»Wir glauben, dass alles leichter geht, wenn man es singt«. Mit diesen Worten begann am Sonntag vor einer Woche das inter­religiöse Konzert, das der Rat der Religionen zusammen mit Trimum organisiert hatten.

Der wer? Mit wem? – Also der Reihe nach!

In Stuttgart haben wir mit dem »Rat der Religionen« eine Einrichtung, die sich ein friedliches und gerechtes Miteinander aller religiösen und nicht­religiösen Bürger:innen zur Aufgabe gemacht hat. Mit Vertreter:innen aus 21 Religions­gemeinschaften gehört der Stuttgarter Rat zu den größten in Deutschland! Und dieser Rat hatte sich eine Art musikalisches Team­building überlegt, um Menschen verschiedenster Glaubens­richtungen und Kulturen zusammen­zubringen. Das Thema: »Wie klingt, was du glaubst?«

So kam es, dass sich an drei Sonntagen, verteilt auf ein halbes Jahr, jeweils drei Gemeinschaften mit ihren Liedern präsentiert haben. Dabei waren:

  • Die jüdische Gemeinde, die alevitische Gemeinde und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage
  • Der Verband der Islamischen Kulturzentren, die Neuapostolische Kirche und die Alt-Katholische Gemeinde
  • Die Bahá’í-Gemeinde, die Evangelische Kirche und die Siebenten-Tags-Adventisten

Unterstützt wurden sie vom Trimum-Chor, der als inter­religiöser und inter­kultureller Chor in ganz Deutschland zu finden ist. Das Besondere war, dass die Teil­nehmer:innen ihre Lieder nicht alleine gesungen, sondern sich jeweils gegenseitig unterstützt und ihre Lieder mit den anderen geteilt haben. Und dadurch, dass sich erst alle Teil­nehmer:innen kennenlernen und die (Lied-)Inhalte einüben mussten, ging so eine Veranstaltung von Sonntag­mittag an bis in den Abend, wo dann das gerade entstandene Konzert­programm vorgetragen wurde.

Die Teilnehmer:innen des interreligiösen Konzerts auf der Bühne

Die Teil­nehmer:innen des inter­religiösen Konzerts auf der Bühne.

Der Höhepunkt war dann das Abschluss­konzert am vergangenen Sonntag, bei dem alle teilnehmenden Religions­gemeinschaften zusammen­gekommen sind und das Programm und die Inhalte des Konzerts gemeinsam erarbeitet haben. Am Freitag­abend haben wir Ideen, Wünsche aber auch Sorgen fest­gehalten, die wir für uns und Stuttgart haben. Diese haben wir anschließend in Themen­bereiche gruppiert und am Samstag in Arbeits­gruppen Inhalte dazu erarbeitet. Das waren dann Lieder aus den unter­schiedlichen Religions­gemeinschaften, Gedichte, Zitate und Gebete. Und all das, was dort zusammen­gekommen ist, haben wir am Sonntag­abend vorgetragen. Ganze zwei Stunden »Material« sind zusammen­gekommen! Und die hatten es in sich!

»Wir glauben, dass alles leichter geht, wenn man es singt« war unsere Einleitung und gleich­zeitig die Einladung an die Konzert­besucher:innen, mitzusingen und Teil des Konzerts zu werden. Und dann haben wir auf Jüdisch gesungen, auf Türkisch, auf Persisch, auf Arabisch, auf Deutsch. Wir haben Kanons gesungen, Lieder über das Miteinander, Lieder über die Natur, und viele Lieder über den Frieden.

Wir haben gemeinsam gebetet; an einem Punkt des Konzerts hat jede Gemein­schaft ein Gebet oder eine Fürbitte aus­gesprochen, auf ihre ganz eigene und typische Weise. Ach und eine Schweige­minute hatten wir auch, einfach um mal kurz in sich zu gehen – nicht unbedingt das, was man auf einem Konzert erwartet, aber passend zum Programm und der Veranstaltung.

Ich bin hingegangen, um über meinen neu­apostolisch-christlichen Glauben zu singen und bin »randvoll« mit Musik nach Hause gekommen. Ich bin mit neuen Freunden nach Hause gekommen. Mit neuen Sprachen! (Persisch klingt wundervoll; Türkisch auch, aber ich kann es kaum aussprechen und dann auch noch singen [Endgegener: Çırpınıp]) Ich bin nach Hause gekommen mit der Erkenntnis, dass sich alle Menschen Frieden wünschen. Mit der Erkenntnis, dass ein friedliches Miteinander möglich ist, wenn wir uns aufeinander einlassen und uns Zeit nehmen, uns einander zu verstehen. Unsere Vielfalt ist ein großer Reichtum – aber nur, wenn wir das zulassen und uns dafür öffnen. Diesen Reichtum durch die Vielfalt hat man spüren können, hat man hören können (und bei den Buffets schmecken können – ihr wisst; für mich entscheidet das Bauchgefühl...)

Ich bin dem Rat der Religionen sehr dankbar für die Chance, dass wir uns gegenseitig kennenlernen konnten. Für die Möglichkeit, gemeinsame Sache zu machen. Und für die Erkenntnis, dass es in unserer Gesell­schaft so viel Gutes gibt und so viel Grund zur Hoffnung. Ich wünsche mir sehr, dass diese »Konzert­reihe« weitergehen wird und es nicht das letzte Mal war, dass wir so zusammen­kommen konnten. Und das muss es auch nicht sein, denn nichts hindert uns, unsere Freunde und Nachbarn in ihrer Kirche, in ihrer Synagoge, in ihrer Moschee zu besuchen. (All das habe ich jedenfalls bereits eingeplant.)

Wie klingt, was du glaubst? Und weißt du, was die Menschen um dich herum glauben? Lass' uns darüber sprechen!

Weiter­führende Informationen: